G.F. Händel: Joshua / Domkirche St. Pölten 7.9.2014

Joshua - mäjestisch und erhebend

NÖN, Mario Kern

Konzert-Programm Joshua

267 Jahre ist Georg Friedrich Händels Oratorium "Joshua" alt und hat nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt. Im Gegenteil gewinnt die musikalische Aufbereitung des Buches Joshua aus dem Alten Testament stets durch besonders emphatische Interpretation wie im Fall der Aufführung am Sonntag im Dom.

Zum Auftakt des Festivals Musica Sacra brachten die Domkantorei St. Pölten, die capella nova Graz und das L'Orfeo Barockorchester (zum zweiten Mal nach einem Auftritt vor zwei Jahren im Festspielhaus) unter der Leitung von Domkapellmeister Otto Kargl das Oratorium zu Gehör.

Von der Einführung und dem ersten Takt des Chores der Israeliten bis zum weltberühmten Hymnos "See the conquering hero comes" am Ende des dritten Aktes begeisterten die Klangkörper mit ihrer wuchtigen und zugleich selbst in den feinsten Nuancen perfekten Interpretation. Nicht nur die erhebenden Chöre und Melodien überzeugten auf ganzer Linie, sondern auch die Arien und Rezitative, gesungen von Gerlinde Sämann, Wiebke Lehmkuhl, Martina Daxböck, Daniel Johannsen und Josef Wagner.

Wunderbar gerieten etwa Passagen wie der Übergang von Joshuas Rezitativ in den Isrealiten-Chor ("To long prosperity") sowie "Hail, mighty Joshua" zu Beginn des dritten Aktes, "See the conquering hero comes" und der abschließende Chrogesang "The great Jehova", der das Grundthema noch einmal in majestätische Höhen hob.

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