Domkonzert: Vivaldi, Händel, Haydn / Domkirche St. Pölten, 29.5.2001

Die Mischung machts

NÖ Nachrichten, cp

Einmal schmeichelweich, einmal pompös: Seine ganze stimmliche Bandbreite setzte de Domchor beim Domkonzert gestern, Sonntag Abend ein. Mit Vivaldi, Händel und Haydn hatte der Chor die unterschiedlichsten Anforderungen zu bewältigen. Die Mischung war gewagt, aber - wie gewohnt - perfekt.

In seinem "Gloria" hat sich Antonio Vivaldi so richtig ausgetobt. Jeder Vers klingt anders, und trotzdem ergibt das Stück ein harmonisches Ganzes in höchster Vollendung. Zu verdanken war das nicht nur dem hervorragend aufeinander abgestimmten Chor und Orchester, sondern auch den drei großartigen Solistinnen (Regine Gansberger-Sartori, Traude Gößwein und Susanne Strunz).
Ebenfalls eine solistische Meisterleistung stellte das "Haec est Regina virginum" von Händel dar.
Joseph Haydns "Te Deum für die Kaiserin Marie Therese" wiederum war ein Schlusspunkt, wie man ihn sich nicht besser wünschen konnte: hymnisch, bombastisch, nach den sanften Händel-Melodien, so etwas wie die sprichwörtliche Faust aufs Aug'.

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