F. Danksagmüllers: Passio / Domkirche St. Pölten, 13.4.2001

Johannes-Passion, modern, emotional

NÖ Nachrichten, tr

Franz Danksagmüllers "Passio" war am Karfreitag im Dom zu hören.
Die großen Passionswerke von Bach, Schütz und anderen Komponisten waren zunächst nicht für Konzerte gedacht, sondern für die Verkündigung der Leidensgeschichte in der Liturgie.
Der St. Pöltner Domorganist Franz Danksagmüller griff diese alte Tradition der Kirche auf und schrieb eine neue "Passio" nach dem Johannes-Evangelium, die am Karfreitag während der bischöflichen Liturgie im Dom ihre Uraufführung durch einen glänzend disponierten Domchor erlebte.
Danksagmüller gelang es in diesem modernen und dennoch zeitlos wirkenden, von Synthesizer und Schlagwerk unterstützten Werk, die emotionale Seite der Leidensgeschichte Jesu im Wechselspiel von Sprechern und vierstimmeigen Chor hervorzustreichen - zutiefst berührend und ergreifend.
Dompfarrer Wolfgang Reisenhofer brachte es auf den Punkt: "Musik, die uns einen bekannten Text aufs Neue, ja völlig neu erfahren und erleben lässt".

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