G.F. Händel: Messiah / Domkirche St. Pölten, 27.10.2001

Messiah

NÖ Nachrichten, Michaela Fleck

Folder Musica Sacra 2001

Barocke Kirchenmusik? Heute? Ja, bitte. Wenn sie genauso zu bezaubern und zu überraschen vermag wie das Abschlusskonzert des heurigen Konzertzyklus "Musica Sacra" am vergangenen Samstag.

Händel stand auf dem Programm im St. Pöltener Dom. Der war sehr gut gefüllt und erwartete gespannt die vertonte Geschichte vom Leben und Sterben Jesu Christi. Obwohl: Evangelien sind im "Messiah" nur in Auszügen zu finden, vielmehr hat Librettist Charles Jennens seinen Oratoriumstext vor allem in den Prophezeiungen Jesajas und den Psalmen gefunden.

Großartig, innig, manchmal auch ganz zärtlich die Musiker des Ensembles Solamente Naturali Bratislava, sehr klar und fast bescheiden der Klang der Barockinstrumente. Kraftvoll, dynamisch, rhythmisch exakt und mit spürbarer Freude der gemeinsame Chor der cappella nova graz und der Domkantorei St. Pölten. Überraschend in Farbe und Ton der Countertenor Markus Forsters als Alt, mitreißend und warm Markus Volperts Bass. Und: Ein "Hallelujah", das neu, frisch und jubelnd wirkte. Bravo!

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