H. Distler: Totentanz / Domkirche St. Pölten, 25.3.2007

Neues für die Dommusik

NÖ Nachrichten, Mario Kern

Flyer Totentanz

KULTUR-ERLEBNIS /Domkantorei singt Distlers "Totentanz", dazu gibt es gleichnamigen Bilder-Zyklus und mystische Texte.

Die Dommusik tischt einen Kultur-Abend der besonderen Art auf: Am Sonntag, 25. März, ertönt ab 19.30 Uhr im Dom Hugo Distlers "Totentanz". Das inoffizielle Motto der Veranstaltung könnte gut und gerne "Neue Wege beschreiten" lauten. Die Dommusik wagt sich an ein vielversprechendes Experiment und holt bildende Kunst und Text-Rezitationen an Bord.

Zum einen ist da die "Totentanz"-Motette, gesungen von der Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Otto Kargl, begleitet von Maria Mittermayr an der Traversflöte.

Zum zweiten gibt es eben dazu eindrucksvolle Bilder des zeitgenössischen Wiener Künstlers Herwig Zens zu sehen, der seinen dem Distlerischen Werk nachempfundenen "Totentanz" zurzeit auch im Hippolyt-Haus ausstellt. Zum dritten lesen Charlott Kreiner und Philipp Brammer, Schauspieler vom Landestheater, Texte des Mystikers Angelus Silesius, sinnreiche Verse über die Vergänglichkeit.

So beschreitet die Dommusik neue Wege und holt bildende Kunst und rezitierende Mimen in den Dom, so beschreitet Künstler Zens neue Wege und "stellt" im sakralen Gebäude aus - sein Zyklus wird analog zur Konzert-Abfolge gezeigt -, und so beschreiten Schauspieler des Landestheaters neue Wege und sprechen mystische Worte abseits der gewohnten Bühne.

"Mit dem Ineinandergreifen der Kunstrichtungen bietet dieses Konzert die Möglichkeit, den geheimnisvollen Inhalt der Totentanzsymbolik auf mehreren Ebenen und mit mehreren Sinnen zu vergegenwärtigen", ist man bei der Dommusik überzeugt und darf durchaus stolz sein, für Kulturgenießer neue Wege erschlossen zu haben.

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