De profundis: Mendelssohn, Bruckner, Penderecki / Domkirche St. Pölten 17.4.2011

Psalmen zweier Chöre

NÖ Nachrichten, MARIO KERN

Otto Kargl

VORSCHAU / Domkapellmeister Otto Kargl probt mit Domkantorei und capella nova Graz für „Psalm“ am Psalmsonntag.

ST. PÖLTEN / Ein Chorprogramm erwartet die geneigten Besucher, die am Sonntag, 17. April, im Dom in den Genuss des diesjährigen Passionskonzertes der Dommusik kommen werden.

Unter dem Titel „Psalm“ stimmen die Domkantorei und die capella nova Graz Felix Mendelssohn-Bartholdys „Psalmen für achtstimmig-gemischten Chor“, Motetten von Bruckner und Krzysztof Pendereckis „De profundis“ und „Agnus Dei“ an.

„Diese Werke gehören zum großen Standardregister“, sagt Domkapellmeister Otto Kargl. Unter seiner Leitung werden die beiden hochkarätigen Vokalensembles die doppelchörigen Stücke intonieren.
Seit Jänner proben die Sänger „intensiv, aber nicht jede Woche“.

Inhaltlich dreht sich „Psalm“ um die Psalmen aus dem Alten Testament. „Mendelssohn vertonte mit voller Wucht die furchterregenden Bilder. Am Schluss rückt alles in die Perspektive der Liebe und der Erlösung.“

Diese textlichen und auch musikalischen Bilder zu transportieren sei eine gute Herausforderung für die Chöre, so Kargl. Mendelssohns Musik orientiere sich stark an der Bachschen Tradition, die Stücke seien in barocker Klangsprache in romantischem Kleid komponiert.

Das Konzert, das der ORF aufzeichnen wird, bietet mit Penderecki und Schlee zwei zeitgenössische Kompositionen. „Mit der Musiktradition geht es Gott sei Dank weiter, die sakrale Musik bleibt kein Museum.“

Gerade mit Thomas Schlee verbindet die Dommusik eine jahrzehntelange Bekanntschaft: Vor 20 Jahren wurde im Dom die erste Uraufführung eines Schleeschen Werkes durch die Dommusik zu Gehör gebracht.

Das Orgelstück spielt am Palmsonntag Domorganist Ludwig Lusser. Tickets können bei der Buchhandlung Schubert  erworben werden.

Weitere Infos gibt es auch im Internet unter dommusik.kirche.at.

Otto Kargl bringt Werke von Mendelssohn-Bartholdy und Penderecki zur Aufführung.

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