G.F. Händel: Solomon / Domkirche St. Pölten 11.9.2011

Von Kirchen & König(inn)en

NÖ Nachrichten, MICHAELA FLECK

Domkantorei St. Pölten

MUSICA SACRA / Diesen Sonntag öffnet NÖs ältestes Kirchenmusikfest wieder seine Pforten und zwar im Dom zu St. Pölten.

Geschrieben wurde sie zu Ehren Gottes. Gespielt wird sie, auch, zur Freude der Menschen. Denn: Die Kirchenmusik kommt zwar aus der Kirche. Ist aber längst auch im Konzertsaal zu Hause. Nur klingt sie halt in der Kirche anders. Geistiger. Geistlicher. Göttlicher.

Kein Wunder also, dass NÖs ältestes Kirchenmusikfest auch in die Kirche lädt. Nicht nur in eine, sondern gleich in drei. Der St. Pöltner Dom, die Herzogenburger Stiftskirche und Lilienfelds Basilika – sie alle werden ab Sonntag wieder zum Konzertsaal, wenn die heurige Ausgabe von Musica Sacra ihre Pforten öffnet.

Fünf Konzerte stehen da bis Anfang Oktober am hochkarätigen Programm, jedes Wochenende eines, dazu noch drei Gottesdienste, die musikalisch begleitet werden. Eröffnet wird das von St. Pöltens Domkapellmeister Otto Kargl programmierte Festival diesen Sonntag, und zwar mit königlichen Klängen von Georg Friedrich Händel.

„Solomon“ heißt dessen Oratorium rund um den weisesten König (Salomon) und die legendärste Königin (die von Saba) des Alten Testaments. Und hat auch 262 Jahre nach seiner Uraufführung nichts an Farbenprächtigkeit verloren. Es spielt das L’Orfeo Barockorchester, es singen die Cappella Nova Graz und die Domkantorei St. Pölten, es dirigiert Otto Kargl.

Ganz modern wird es eine Woche später, wenn sich Wolfgang Mitterer an die
Domorgel setzt und Theresa Dlouhy ihren zauberhaften Sopran erhebt.

Außerdem am Programm: geistliche Volkslieder im Männerquartett (am 24. September), tanzende Orgelpfeifen von Bach bis Eben (am 30. September) und stolze Venezianer mit Les Cornets Noirs (am 8. Oktober).

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